Zoltans Blog

Ein Jahr in Deutschland – Ein Rückblick. Teil 1

Ein Jahr bin ich jetzt schon hier in Deutschland. Ich muss sagen, es war ein gutes Jahr. Anfangs war ich ja nicht so sicher.

Ich war ja nicht unglücklich bei meiner Familie auf Zypern. Herrchen und Frauchen waren lieb und meine beiden neuen Brüder waren der Hammer. Sie hießen Boris und Toffee und waren ungefähr doppelt so groß wie ich, obwohl sie gar nicht so viel älter waren.


Erst konnte ich gar nicht laufen, aber dann habe ich doch angefangen und es ging immer besser. Meine großen Brüder haben auf mich aufgepasst und meine Leute haben viel mit mir gekuschelt.

Und dann kamen neue Leute zu Besuch. Die sprachen irgendwie anders. Das sind meine Adop-Tanten aus Deutschland, sagte Frauchen. Dabei war das eine gar keine Tante. Das war nämlich ein Rüde oder wie das bei den Menschen heißt. Eigentlich war der auch noch ein Welpe oder höchstens ein Jung-Mensch, jedenfalls war er nicht erwachsen. Aber er war knuffig. Er hat mich gleich auf den Schoß genommen. Die richtige Adop-Tante war auch ganz nett. Wir haben alle zusammen einen schönen Spaziergang gemacht. Das war schön.

Ein paar Tage später kamen die Beiden wieder. Nun waren sie schon nicht mehr so fremd. Sie haben viele Fragen gestellt. Wir sind wieder spazieren gegangen – durch die Blumenwiese an den Strand. Die neue Frau hat mich geführt und dann haben meine Krallen geblutet. Sie wollte gern, dass ich selbst laufe. Das konnte ich noch gar nicht, aber das wusste sie wohl nicht. Mein Herrchen hat mich dann getragen – das war vielleicht peinlich.

Noch ein paar Tage später haben mich meine Leute überredet, in so eine Box zu gehen. Die kam ins Auto und wir haben einen Ausflug gemacht. Als ich wieder aussteigen durfte, waren die beiden neuen Leute da. Ich habe mich ganz doll gefreut, sie zu sehen. Das mache ich immer, ich freue mich immer ganz doll. Dann werde ich nämlich nicht gehauen, weil die Menschen das so niedlich finden, wenn ich mich so freue.

Wir gingen in ein Haus – sie sagten, das sei der Flughafen, ich würde nun nach Deutschland fliegen. Mit den neuen Leuten. Hm. Wollte ich gar nicht. Aber da gebe es bessere Behandlungsmöglichkeiten, sagten sie. Na ja. Und dann ging es los. Der Flug war doof. Danach musste ich noch Auto fahren. Das mache ich ja ganz gern, aber ich hätte so gern meine Brüder bei mir gehabt.

Kurz nach Mitternacht kamen wir in meinem neuen Zuhause an. Ich musste ganz viel Pippi machen, weil ich mich noch gar nicht wohlgefühlt habe. Meine Adop-Tanten haben es weggewischt und mir mein neues Bett gezeigt. Ich habe dann auch ein bisschen geschlafen.

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