Zoltans Blog

Ein Jahr in Deutschland – Ein Rückblick. Teil 2

Jetzt bin ich ein Jahr in Deutschland. Am Anfang war das ganz ungewohnt.

Hier roch es so komisch. Ganz anders als zu Hause. Die Blumen, der Boden, die Luft, alles roch fremd. Die Adop-Tante hat mich immer auf den Rasen gestellt, so dass ich schnüffeln konnte. Manchmal habe ich mich dann einfach hingelegt und die neuen Gerüche eingeatmet. So lange konnte ich ja auch noch gar nicht stehen, damals.

Überhaupt – das war eine Show. Sie haben mich in der Wohnung auf den Arm genommen, die Treppe runtergetragen, auf den Rasen gelegt und mir diesen Tragegurt umgewickelt. Damit konnten sie meine Hinterbeine tragen. Wirklich laufen konnte ich ja nicht. Dann bin ich losgerannt und die Adop-Tante mit meinem Hintern und meinen Hinterbeinen hinterher… Das muss lustig ausgesehen haben. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass ich mit dem Gurt auch laufen kann, also auch mit den Hinterbeinen. Wir haben nun die Gegend erkundet, aber so nach einem Kilometer wollte meine Adop-Tante wieder nach Hause, weil ihr die Schulter wehtat.

Und dann kam so ein neues, komisches Ding. Sie sagten, das sei ein Rolli und packten mich da rein. Sie stellten mich damit vor meinen vollen Futternapf. Ich hatte Hunger und habe erst mal gefuttert. Dann stand ich da, mit diesem Ding, mitten in der Küche. Ich dachte, ich könnte nie wieder laufen. Sie haben mich ganz vorsichtig angeschoben und dann doch wieder befreit – zum Glück.

Am nächsten Tag sind wir in den Garten gegangen und dann war er wieder da, dieser komische Rolli. Sie haben mich da reingepackt und das komische Ding mit Gurten an mir befestigt. Ich bin losgelaufen, aber der ist immer mit mir mitgelaufen. Das fand ich wirklich verwirrend.

Aber am dritten Tag habe ich gemerkt, dass das Ding eigentlich total toll ist. Meine Vorderbeine konnten laufen, während der Rolli meine hintere Körperhälfte trug. Das war cool! Nun konnten wir endlich auch mal längere Erkundungstouren machen. Ich roch Hunde! Und Mäuse. Ich durfte nun endlich draußen, die große, weite Welt kennen lernen – die Argestorfer Feldmark und den Deister! Das war klasse!

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