Gedanken

Krankheit ist eine Energieflussstörung

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Krankheit ist eine Energieflussstörung, sagt Willi Penzel. Prima, denke ich, dann kann mir ja nichts passieren. Ich habe im Moment so gar keine Energie. Und was nicht da ist, kann auch nicht gestört werden. Oder doch? Was ist denn Energie überhaupt?

In diesem Fall ist Energie so etwas wie Schwung, Antrieb. Ich habe heute keinen Schwung, bin antriebslos. Und das Wetter bringt mich auch nicht weiter, es ist auch heute wieder grau und kalt.

Hat das Wetter tatsächlich etwas damit zu tun, wie ich mich fühle? Sicher gibt es gut ausgebildete Leute, die hierzu etwas sagen können. Aber darauf will ich jetzt nicht hinaus.

In der traditionellen chinesischen Medizin kennt man den Energiekreislauf schon lange. Er wird von den Energieleitbahnen, den Meridianen, gebildet. In ihnen fließt das Ur-Chi, die Lebensenergie, die sich aus Yin- und Yang-Energie zusammensetzt.

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Das Yang steht für das Bewegende, sein Symbol ist die Sonne. Es ist abhängig von Luft und Strahlung. Das Yin steht für das Bewahrende, sein Symbol ist die Erde. Es ist abhängig von Nahrung, also Essen und Trinken.

Die Lebensenergie bekommen wir von unseren Eltern mit. Die einen haben von Geburt an mehr, die anderen weniger. Es heißt, man kann sie nicht vermehren. Wenn sie verbraucht ist, ist sie eben verbraucht. Trotzdem hat man durch die Yin- und die Yang-Energie Einfluss auf seine ganz persönliche Lebensenergie.

Scheint die Sonne, geht man mehr an die Luft, bekommt mehr Strahlung, fühlt sich wohler, strahlt selbst vielleicht auch mehr, fühlt sich voller Energie, Tatendrang. Insofern hat also das Wetter durchaus etwas damit zu tun, wie ich mich fühle, weil es meine Yang-Energie stärkt oder, bei schlechtem Wetter, eben auch nicht.

Dass man zum Leben Nahrung braucht, ist allgemein bekannt, das muss ich hier nicht weiter ausführen.

Nun ja. Essen macht Spaß. Viel Essen macht viel Spaß. Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt man. Das mit dem Leib bezweifele ich. Der geht manchmal ganz schön auseinander. Oder schrumpft Essen einfach nur die Kleidung? Egal, wie man es betrachtet – je enger die Kleidung ist, desto weniger Lust hat man, sich zu bewegen.

Bewegen? Gehört das nicht zum Yang? Richtig. Hier wird deutlich, dass beides im Gleichgewicht sein muss, das Bewahrende und das Bewegende. Im Winter, bei schlechtem Wetter, hat man aber keine Lust, sich groß zu bewegen, dafür isst man gern ein bisschen mehr und ein bisschen unvernünftiger, nimmt zu, hat noch weniger Lust sich zu bewegen und das Wetter – ach, darüber wollen wir gar nicht reden…

Yin und Yang wechseln sich ab – mal steht das eine im Vordergrund, mal das andere. Yin ist Winter, Yang ist Sommer, Yin ist Nacht, Yang ist Tag. Trotzdem ist das jeweils andere auch da – an einem Wintertag, einer Sommernacht…

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So, und wie ist das nun mit dem Energiefluss? Die Lebensenergie fließt durch die Meridiane, die sich auf beiden Körperseite (also rechts und links) befinden. Dieses System ist ein geschlossener Kreislauf. Die Energie durchfließt nacheinander alle Meridiane einer Körperseite. Dadurch wird der gesamte Körper mit Energie versorgt. Und wenn der Körper gut mit Energie versorgt ist, ist der gesamte Organismus gesund.

Der Umkehrschluss ist fast schon banal: Wenn der Körper nicht gut mit Energie versorgt wird, wird er krank. Krankheit ist also … eine Energieflussstörung.

Und was ist nun mit meiner aktuellen Energielosigkeit? Bin ich denn tatsächlich energielos? Nein, Yin-Energie habe ich genug, nur Yang-Energie (Luft, Strahlung, Bewegung) fehlt mir. Und ein solches Ungleichgewicht kann auf Dauer durchaus zu einer Energieflussstörung führen. Ich möchte meinen, die vielen Erkältungskrankheiten um diese Jahreszeit bestätigen das.

Ob diese Erklärungen nun im Sinne des Erfinders sind oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Mir erscheinen sie, wenn auch stark vereinfacht, durchaus sinnvoll.

 

 

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