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Kerstin Ruhsam: Aromatherapie für Hunde

Heute möchte ich ein weiteres wichtiges und dazu noch sehr schönes Buch vorstellen, nämlich von Kerstin Ruhsam: Aromatherapie für Hunde – duftende Hundepflege mit naturreinen Ölen.

Der Klappentext

Duftende Behandlung

„Aromatherapie hat sich als eigenständige Therapieform der naturwissenschaftlich orientierten Medizin längst etabliert mittlerweile auch für Hunde, denn die duftende Behandlung kommt auch bei Hundenasen gut an!

Aromatherapeutische Anwendungen lassen sich gut in den Alltag von Hunden und ihren Besitzern integrieren und bieten ein neues Konzept zur natürlichen Pflege.

In diesem Buch finden Sie:

  • Porträts von 32 ätherischen Ölen, 8 Hydrolaten und 11 Pflanzenölen
  • Beschreibung der verschiedenen praktischen Anwendungsformen
  • Zahlreiche Tipps und Rezeptideen zum Selbermachen

Ein spannender Wegweiser durch die Aromatherapie und ihre Anwendungen bei Hunden. Das ideale Buch für alle Hundefreunde, Tierheilpraktiker und Tierärzte also für alle, denen das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung der Vierbeiner am Herzen liegen.

Kerstin Ruhsam vermittelt in diesem Ratgeber ihre persönlichen Erfahrungen als ausgebildete Aromatherapeutin mit Spazialisierung auf Hunde. Die Autorin verfügt über jahrelange Erfahrung als Hundephysiotherapeutin mit eigener Praxis und ist Expertin für naturkonforme Hundepflege. Sie ist Autorin zahlreicher Fachartikel und betreibt Workshops zu den Themen Natürliche Hundepflege, Aromatherapie, Bachblüten und Hundemassage.“

Daten

Das Buch ist sehr schön aufgemacht, enthält viele Fotos, Skizzen und farbig unterlegte, hervorgehobene Textblöcke – es wirkt insgesamt sehr harmonisch. Es ist im Verlag Oertel + Spörer inzwischen in der zweiten Auflage erschienen, hat 126 Seiten und kostet 19,95 Euro.

Mein Fazit

Ein bisschen Kritik habe ich aber auch. Kerstin Ruhsam ist nicht nur Physiotherapeutin sondern auch Hundefriseurin und arbeitet als solche natürlich viel mit dem Fell der Hunde. Ihre Rezepte enthalten Fellgele, Körbschensprays, Shampoos und andere Dinge, bei denen die Öle ins Fell des Hundes gelangen. Für sie ist das auch folgerichtig, weil sie der Ansicht ist, dass der Mensch die Öle für den Hund auswählen sollte, weil Hunde das nicht können. Hunden sind ätherische Öle generell viel zu stark und sie lehnen eigentlich alle ätherischen Öle direkt aus der Flasche ab, schreibt sie.

Das sehe ich nicht so. Da ich ja eine Schülerin von Nayana Morag bin, ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ja genau das: das Tier selbst auswählen zu lassen, was es braucht. Bei empfindlichen Nasen kann man die verschlossene Flasche anbieten, gern auch in einiger Entfernung zum Tier, dann ist der Duft nicht so stark. Hat sich das Tier entschieden, bekommt es bei mir die Ölmischungen (also ätherisches Öl in Trägeröl) zum Einatmen. Werden sie ins Fell gegeben, hat das Tier keine Möglichkeit, zu entscheiden, ob und wie lange es den Duft haben möchte – er ist einfach da. Kerstin Ruhsam hat ihre Erfahrungen damit gemacht und wenn es schlecht wäre, würde sie es so sicher nicht empfehlen, aber ich empfinde das schon ein bisschen respektlos dem Tier gegenüber.

Ansonsten ist Aromatherapie für Hunde von Kerstin Ruhsam ein gutes, lesenswertes Buch.

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