Gedanken

Gedanken zu einer Gallenblasenoperation

Ja, es gibt Operationen, die gut und wichtig und richtig sind. Das will ich gar nicht in Frage stellen. Aber bei vielen frage ich mich, ob das alles so sein muss, ob die OP nicht vielleicht mehr schadet als nützt – und ob sie das Problem überhaupt löst? Heute ein paar Gedanken zu einer Gallenblasenoperation.

Ein Bekannter hat Bauchschmerzen, nimmt eine Tablette, die nicht wirkt und fährt ins Krankenhaus. Dort sagt man ihm, er habe Gallengrieß oder Gallensteine, aber er habe Glück, er könne gleich ein paar Tage später operiert werden. Er freut sich, stimmt zu, nimmt den Termin wahr. Und erfährt, als er aufwacht, dass die Ärzte die ganze Gallenblase entfernt haben. Da war so viel Grieß drin, das ist besser so.

Ja, ist es das? Die folgenden Gedanken sind genau das: Gedanken. Sie sind nicht wissenschaftlich fundiert, ja, genaugenommen sind sie nicht mal richtig recherchiert, es sind nur Gedanken. Aber es sind meine Gedanken, und da dies mein Blog ist…

Die Gallenblase ist ein Gefäß, das dazu dient, die Galle zu sammeln, eine Flüssigkeit, die in der Leber hergestellt wird und für die Fettverdauung im Darm zuständig ist. Aus der Leber gelangt sie in die Gallenblase und wird von dort bei Bedarf in den Dünndarm ausgeschüttet, wo sie für die Aufspaltung der Fette in feinste Fetttröpfen sorgt. Das wird von bestimmten Hormonen gesteuert.

Pferde haben von Natur aus keine Gallenblase. Als Pflanzenfresser benötigen sie keinen Zwischenspeicher, weil sie nahezu ständig fressen – theoretisch jedenfalls. Menschen nehmen meistens 3 größere Mahlzeiten zu sich und haben zwischendurch lange Pausen. Ist es in Ordnung, wenn die Galle, die nicht mehr in der Gallenblase zwischengelagert werden kann, nun ständig in den Dünndarm abgegeben wird, obwohl da gerade gar nicht zu verdauen ist? Oder ist da immer was? Was passiert mit den Hormonen, die die Ausschüttung der Galle in den Dünndarm auslösen? Die haben ja jetzt kein Ziel und keine Aufgabe mehr – kommen die nicht auf dumme Gedanken und machen irgendeinen Blödsinn?

Und wie ist das mit den Gallensteinen? War die Gallenblase daran schuld, dass sie sich gebildet haben? Sicher nicht, sie ist ja nur ein Speicherorgan. Warum also bilden sich Gallensteine? Weil die Mengen der einzelnen Bestandteile sich verschieben, steht irgendwo im Internet – könnte man auch genauer recherchieren, ist aber im Moment nicht so wichtig.

Gut, Gallensteine entstehen also, wenn die Zusammensetzung der Galle sich ändert. Das kann sie doch aber auch ohne Gallenblase, oder nicht? Und nun? Wo bilden sich die Steine jetzt? Und was machen sie da?

Wäre es nicht sinnvoller, herauszufinden, wie und warum die Zusammensetzung der Galle sich geändert hat und wie man das ändern kann? Sicher gibt es einfache Möglichkeiten – mehr trinken, die Ernährung ein bisschen umstellen, vielleicht auch dafür sorgen, dass der Körper nicht übersäuert? Und vorhandene Steine kann man doch auch auflösen, oder nicht?

Es sei kein Problem, sagten die Ärzte meinem Bekannten, er könne alles essen, aber statt 12 Schnitzeln sollten es vielleicht nur noch 3 sein… Hm. So richtig überzeugt mich das nicht. Jedes Teil im Körper hat eine Funktion, ist Teil eines großen Ganzen. Entfernt man ein Teil, hat das Auswirkungen auf das Ganze, anders geht es nicht. Und die meisten Teile kann man nicht einfach abnehmen wie einen Legostein, weil sie nicht an der Oberfläche sitzen. Da muss ein Schnitt gemacht werden, Haut, Bauchfell, Muskeln durchtrennt und wieder zusammen gebracht werden. Es entsteht Narbengewebe, das stören kann – ja, natürlich, den Energiekreislauf (der fällt einem als APM-Therapeutin natürlich als erstes ein), aber auch die Elastizität des Gewebes und einiges mehr. Und das alles, weil man  Bauchschmerzen hatte und eine Sofortlösung her muss? Hm, ja, kann man machen, wird ja gemacht. Für mich ist das aber definitiv keine Option.

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