Geschichte und Geschichten

Fahrerpass + Juniorfahrerpass

Nach einer sehr schönen Woche bei Conny und Götz Döring in Zennern war es so weit: Die Prüfungen zum Juniorfahrerpass und zum Fahrerpass standen an. Ja, ich habe tatsächlich schon wieder eine Prüfung gemacht – und bestanden. Und Benny auch.

Eine Woche voller schöner Erlebnisse liegt hinter uns. Wir waren bei Conny und Götz Döring zum Fahrkurs. Übernachtet haben wir im Zelt auf der Wiese zwischen den Ställen. So waren wir sogar nachts bei den Pferden. Die Tage begannen mit der üblichen Stallarbeit – Paddocks ausmisten, einstreuen, Pferde füttern, zur Weide bringen.

Als nächstes stand Frühstück auf dem Programm: also Kutschen unter dem Dach hervorholen, Tische stellen, Brötchen, Marmeladen (unter anderem Hagebutten- und Birnenmarmelade – sooooo lecker!!!), Teller, Besteck und was noch alles dazu gehört, holen und dann alle zusammen frühstücken.

Nach und nach trudelten die „Nichtschläfer“ ein. Wir holten gemeinsam die Pferde und Ponys, putzten sie, schirrten auf, spannten an. Leinen aufnehmen, auf den Bock und los ging es, mal durchs Dorf, mal durch die Felder. Meistens mit verständnisvollen Auto-, Bus-, LKW- und Treckerfahrern, manchmal aber auch mit … nun ja, weniger verständnisvollen Zeitgenossen, aber immer mit gut lenkbaren, kooperativen Pferden, super geduldigen, freundlichen, fröhlichen Fahrlehrern und lieben, mitdenkenden Bei- und Mitfahrern.

Nachdem alle gefahren waren, ging es zurück zum Hof – Pferde ausspannen, abschirren, in die großen Boxen oder auf den Paddock stellen und … Mittagessen – ein echtes Highlight, abwechslungsreich, mit guten Zutaten, immer mit Auswahlmöglichkeit und immer super lecker, das Ganze in gemütlicher Runde in einem passenden Raum. Anschließend war immer noch Zeit, in der Sonne zu sitzen, zu spielen, noch einmal ein paar Griffe am Fahrlerngerät zu üben…

Und dann ging es mit Theorie weiter – keine leichte Aufgabe, um diese Uhrzeit. Aber Conny verstand es ausgezeichnet, uns trotzdem die wichtigen Inhalte nahezubringen. Und schon war es vorbei – Ponys holen, Pferde holen, fahren!!!

Nachdem die Pferde auf der Weide bzw. im Paddock waren, fuhren die „Nichtschläfer“ nach Hause, die „Schläfer“ hatten Freizeit, halfen beim Reinholen der Pferde, Longieren, Füttern… Später wurde der Tisch wieder gemeinsam gedeckt und das Abendessen gemeinsam eingenommen. Brot, Käse, Wurst, frisches Bio-Gemüse („Wer Bio will, geht zu Till“, dem Sohn des Hauses), und nicht zu vergessen: Lornas sensationeller Zucchini-Aufstrich. Nach dem Abendessen wurden die restlichen Arbeiten erledigt oder gespielt, gelernt, gedöst…

Außerdem gab es einen Filmabend (in Insiderkreisen auch als „gemeinsames Heulen“ bezeichnet) und ein Lagerfeuer mit Gitarrenmusik und Gesang von Martin sowie auf Wunsch eines einzelnen Herrn (hihi) Marshmallows überm Feuer.

Donnerstag nachmittag änderte sich das Programm jedoch. Nicht Fahren, sondern Putzen war angesagt. Pferde, Kutschen, Geschirre, alles wurde auf Hochglanz geputzt. Schließlich sollte zur Prüfung ja alles schön sein.

Freitag wurden wir eine Stunde eher geweckt, erledigten die üblichen Arbeiten, frühstückten und machten die Pferde fertig. Und schon war sie da, die Prüferin. Anspannen, fahren, Rechtswendung, Linkswendung, Links-um-Kehrt-Wendung, Trab, geschafft. Warten. Mittagessen – wieder superlecker. Dann Theorie in Dreiergruppen. Viele Fragen, Nachfragen, fertig, warten. Und dann ging endlich die Tür auf, alle stellten sich im Kreis auf und erfuhren: Alle haben bestanden! Nun gibt es also vier Menschen mit Juniorfahrerpass und fünf Menschen mit Fahrerpass mehr in diesem unseren Lande 🙂

Juniorfahrerpass - die Prüfungsfahrt