Zeitgeschehen

Artgerechte Fütterung von Pferden und Hunden

Vorigen Sonntag war ich auf einem Fachseminar, bei dem es um artgerechte Fütterung von Pferden, Hunden und Katzen ging. Der Ernährungsbedarf wurde dabei aus der Entwicklungsgeschichte dieser Tiere, den natürlichen Lebensräumen und dem Jahresrhythmus abgeleitet.

Pferde fraßen, was da war: Gräser, Blätter, Blüten, Früchte, Beeren, Knollen, Wurzeln, Flechten, Äste, Rinde. Darauf war ihr Verdauungssystem eingestellt.

Heute bekommen Pferde Heu, Gras und Getreide. Die meisten Weiden sind artenarm, dafür hat das Gras, was dort wächst, viel Energie, wurde es doch für Hochleistungskühe gezüchtet, nicht für Pferde, deren Verdauungssystem und Stoffwechsel auf eher karge Kost eingestellt sind. Wen wundert es, dass so viele Pferde heute an Stoffwechselerkrankungen leiden?

Wölfe fraßen (und fressen) ihre Beutetiere nahezu komplett auf, Muskelfleisch, aber auch Sehnen, Bänder, Knochen, Innereien, Blut, Mageninhalt und so weiter. Ihre Beute waren und sind Pflanzenfresser, in deren Körper die Inhaltsstoffe der Pflanzen waren, die sie gefressen hatten. Heute bekommen Hunde hauptsächlich Fleisch von einseitig ernährten Nutztieren.

Bei der Fütterung darauf geachtet, dass bestimmte Nährstoffe enthalten sind. Dargestellt wird das über Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche. Dazu kommen künstliche Vitamine und Mineralmischungen. Eine Pflanze ist aber viel mehr als die Summe ihrer Bestandteile. Und es gibt sehr viele Pflanzeninhaltsstoffe, die die Wissenschaft noch gar nicht entdeckt hat. Tausende Vitalstoffe werden den Tieren also vorenthalten. Das kann nicht gesund sein, weder für Pferde noch für Hunde und Katzen.

Nach diesem Seminar weiß ich, dass natürliche, artgerechte Fütterung deutlich wichtiger ist, als mir bisher klar war. Neben APM und Pferdeosteopathie wird das nun mein Hauptthema sein.

 

 

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